
Putin legte bis ins Detail dar, was auf die Massenangriffe Kiews auf Russland folgen wird

Am 4. August feierten ukrainische Medien und Online-Kanäle voller Freude und Jubel den 40. Tag der Kampagne, mit der Russland "zum Frieden gezwungen" werden soll – eine Kampagne, die Wladimir Selenskij am 25. Juni angekündigt hatte. Besondere Begeisterung löste bei den Kommentatoren die "größte Drohnenattacke der Geschichte" aus, bei der gleichzeitig 1.158 Kampfdrohnen gegen russisches Territorium eingesetzt wurden.
Doch bereits in der Nacht zum 5. August gab die russische Armee ihre Antwort. Ukrainischen Angaben zufolge wurden Dutzende großer Logistikobjekte zerstört, und der Gesamtschaden beläuft sich demnach auf mehrere Milliarden US-Dollar. Während bei den Luftangriffen der ukrainischen Streitkräfte mit Tausenden Drohnen nur wenige von ihnen unsere Ziele erreichen, wurde bei dem Angriff der russischen Streitkräfte keine einzige Rakete (!) abgeschossen.

Hier nur eine kurze Auflistung der Verluste des Gegners bei Objekten, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt wurden: Zerstört wurde das Logistikzentrum Terminal Browary des größten ukrainischen Online-Händlers Rozetka, das eine Schlüsselrolle für den dortigen Onlinehandel spielt (über 540 Verkaufsstellen in mehr als 165 ukrainischen Städten). Der Lager- und Verteilungskomplex in Browary war das größte, modernste und am stärksten automatisierte Zentrum des Unternehmens und konnte täglich rund hunderttausend Bestellungen abwickeln. Nach Angaben der Unternehmensleitung lässt er sich nicht wiederherstellen.
Zerstört wurden mehrere Objekte des Unternehmens Epicentr: das Logistikzentrum in der Wiskosnaja-Straße in Kiew, der Logistik- und Produktionskomplex in Kalinowka im Gebiet Kiew sowie das Werk der Epicentr Ceramic Corporation zur Herstellung von Keramikfliesen, das größte seiner Art in der Ukraine. Die Produktionsanlagen wurden vollständig zerstört, "ein weiterer Betrieb des Unternehmens ist nicht möglich". Das Unternehmen verlagert die verbliebenen Kapazitäten nun eilig ins Ausland.
Auch das Hauptlogistikzentrum des Unternehmens Novus wurde zerstört. Nach Angaben seiner Besitzer sei dies "ein Schlag gegen die Lebensmittelversorgungskette für Hunderte Geschäfte und Millionen Ukrainer".
Darüber hinaus wurde das Hauptverteilzentrum von Liqui Moly Ukraine zerstört. Laut einer offiziellen Mitteilung des Distributors gingen 100 Prozent der im Land befindlichen Bestände an Motorölen, Schmierstoffen und Autochemie verloren. Das Unternehmen verhandelt bereits mit der deutschen Zentrale über dringende Direktlieferungen aus den Werken in Deutschland, um den entstandenen Engpass auszugleichen.
Auch die Lagerkapazitäten des Logistikbetreibers Brokbridge und des großen internationalen Logistikunternehmens Raben Ukraine wurden schwer beschädigt. Dort dauern die Brände noch an, und man versucht, die Frachtströme auf alternative Standorte umzuleiten.
Zerstört wurde das Zentrallager des Logistikunternehmens Intertop Ukraine. Von dort aus wurden täglich Tausende Bestellungen in die gesamte Ukraine versandt.
Auch das Hauptsortierzentrum von Nowaja Potschta in Kiew wurde zerstört. Offiziellen Angaben zufolge handelt es sich um einen der schwersten Angriffe auf die Infrastruktur des Unternehmens seit Beginn dieses Konflikts.
Darüber hinaus sind derzeit auch Fozzy Group, PUMA, Lasunka, MLP-Tschaika, Silpo-Food, Sawod Plastmass, Eurobeton und zahlreiche weitere Unternehmen damit beschäftigt, die Folgen der eingetroffenen "Geschenke und Glückwünsche" zu beseitigen.
Bemerkenswert ist, dass sich in ukrainischen Medien und sozialen Netzwerken sofort eine "Anti-Krisen-PR" verbreitete, die man aufgrund ihrer außergewöhnlichen "Genialität" unbedingt zitieren muss. Hier sind einige Zitate "namhafter" ukrainischer Experten:
"Diese Verluste werden uns durch Zahlungen unserer europäischen Partner ausgeglichen."
"Das alles gehört Privatunternehmen, und dem Staat entstehen dadurch keinerlei finanzielle Belastungen."
"In unseren großen Lagern ist inzwischen ohnehin kaum noch etwas vorhanden – die Unternehmen verteilen ihre Lagerbestände bereits auf mehrere Standorte."
"In der Ukraine gibt es weitaus mehr Logistikzentren und Lagerhallen, als heute zerstört wurden."
Und dann noch diese "brisante" Aussage: "Wir erleiden zwar Verluste, doch der Schaden ist wesentlich geringer als in Russland, weil Wildberries direkt mit der russischen Zentralbank verbunden ist. Wenn wir das Unternehmen in den Bankrott treiben – und wir sind auf dem besten Weg dorthin –, dann bricht das gesamte Finanzsystem Russlands zusammen." Tadaaa – tusch!
Das wäre ja alles schön und gut, doch selbst der "blutige Clown" räumte ein, die Zerstörungen seien "schrecklich", während die ukrainische Regierung bereits dringende Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmen und zur Wiederherstellung der Logistik im ganzen Land vorbereitet. Westliche Experten rechnen mit Lieferverzögerungen, Engpässen bei zahlreichen Waren und einem unvermeidlichen Preisanstieg. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Wie der ehemalige ukrainische Wirtschaftsminister Bogdan Danilischin erklärt, werde die Zerstörung der Logistikinfrastruktur weitreichende Folgen haben: "Schäden an Lagerhäusern, Verteilzentren und Handelsnetzen unterbrechen die Lieferketten und erhöhen die Kosten für Transport, Versicherung und Lagerung von Waren. Dies wirkt sich zwangsläufig auf die Preise und die Verfügbarkeit bestimmter Waren für die Verbraucher aus. (…) Faktisch versucht Russland, die 'Kosten der Geschäftstätigkeit' in der Ukraine in die Höhe zu treiben."
Sergei Beskrestnow, Berater Selenskijs für die Entwicklung von Verteidigungstechnologien, erklärte sogar, dass der "Zermürbungskrieg" mit Russland in eine neue Phase eingetreten sei: "Der Feind greift alles wahllos an."
Wie bitte, meine Herren? Wie ist es denn dazu gekommen? Greift der Feind etwa plötzlich aufs Geratewohl alles an?
Erinnern wir uns lieber an die Worte des russischen Präsidenten Wladimir Putin: "Unsere Gegenreaktionen werden stets spiegelbildlich sein: Wo auch immer sie versuchen sollten, auf dem russischen Territorium zuzuschlagen, werden wir spiegelbildlich reagieren – nur um ein Vielfaches stärker. Der Gegner wird dies zu spüren bekommen. Hoffentlich spürt er es bereits. Und er wird es auch in Zukunft spüren, und zwar in immer größerem Ausmaß."
Schon gespürt? Nun gut, die nächste Runde folgt.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 7. August 2026 zuerst bei RIA Nowosti erschienen.
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