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Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Schwache ukrainische Verteidigung begünstigt russischen Vormarsch

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Schwache ukrainische Verteidigung begünstigt russischen VormarschQuelle: AFP © Roman PILIPEY
  • 2.03.2024 16:55 Uhr

    16:55 Uhr

    Vize-Vorsitzender des Föderationsrats über Luftwaffen-Mitschnitt: "Kein Zweifel an Echtheit"

    An der Echtheit des Gesprächsmitschnittes zwischen hochrangigen und namentlich genannten Offizieren der Bundeswehr bestehe "kein Zweifel", so der Vize-Vorsitzende des Föderationsrats, Konstantin Kossatschow.

    "Die Situation lässt sich mit wenigen Worten beschreiben: Die Masken sind gefallen. Es besteht kein Zweifel daran, dass Deutschland, seine oberste Führung, direkt für die Verlängerung dieses Konflikts verantwortlich ist."

  • 16:06 Uhr

    Russlands Vize-Ministerpräsident besucht Awdejewka: Wiederaufbau wird schnell vonstattengehen

    Russlands Vize-Ministerpräsident Marat Chusnullin hat die Stadt Awdejewka besucht, die nach schweren Kämpfen nun vom russischen Militär kontrolliert wird. Auf Telegram veröffentlichte der hochrangige Regierungsbeamte entsprechende Fotos und Videos. Chusnullin sah sich das Ausmaß der Zerstörungen in einer der ältesten Ortschaften im Donbass an und erklärte, dass sie in etwa genauso stark betroffen sei wie zuvor Mariupol.     

    "Sobald unsere heldenmütigen Armeeangehörigen die Kontaktlinie ein wenig von der Stadt wegschieben, wird es möglich sein, alles ziemlich schnell wiederaufzubauen. Bei Bedarf können wir alle Kräfte mobilmachen, wie wir es bereits in anderen Städten der neuen Gebiete tun."

    Als Erstes müssten die Stromversorgung und die Wasserversorgung instandgesetzt werden. Man werde demnächst damit beginnen, sagte Chusnullin.

  • 15:39 Uhr

    Medien: Schwache ukrainische Verteidigung verhilft russischem Vormarsch

    Die schwache Verteidigung der ukrainischen Streitkräfte soll den russischen Truppen den Vormarsch nach der Einnahme Awdejewkas erleichtert haben. Dies berichtet die New York Times am 2. März:

    "Ein weiterer Grund für den Vormarsch der russischen Truppen in diesem Gebiet ist die schwache Verteidigung der Ukraine."

    Journalisten führen den Erfolg des russischen Militärs zum Teil auf die Kürzung der westlichen Hilfe für Kiew und die Erschöpfung der Munitionsvorräte der ukrainischen Streitkräfte zurück.

    Es wird angemerkt, dass die ukrainische Armee einfache Verteidigungslinien ohne zusätzliche Befestigungen errichtet habe. Solche Strukturen bestünden aus Erdschanzen und seien nicht in der Lage, russische Panzer aufzuhalten und den Schutz wichtiger Einrichtungen zu gewährleisten.

    Nach Einschätzung der Autoren sei die Schwäche der Befestigungen der ukrainischen Truppen außerhalb der Stadt Awdejewka besonders auffällig im Vergleich zu der starken Verteidigung des russischen Militärs, die ihren Beitrag zum Scheitern der ukrainischen Gegenoffensive im vergangenen Jahr geleistet habe.

  • 15:13 Uhr

    Exklusiv: Artilleristen der 200. Brigade der Nordflotte im Einsatz

    Die Artilleristen der 200. Brigade der Nordflotte haben im vergangenen Sommer einen wichtigen Beitrag zur Abwehr der ukrainischen Gegenoffensive geleistet. Auch jetzt setzen sie ihre wichtige Arbeit im Rahmen der militärischen Sonderoperation Russlands in der Ukraine fort. RT DE-Korrespondent Iwan Poljanskij spricht mit den Artilleristen über ihre Aufgaben.

  • 14:42 Uhr

    Drohnenangriff auf Grenzgebiet Brjansk: Russische Ermittler bei Ausübung ihres Dienstes verletzt 

    Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind im russischen Grenzgebiet Brjansk mehrere Menschen verletzt worden. Bei ihnen handelt es sich um Mitarbeiter des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation. Wie die Behörde auf Telegram mitteilt, hat ein unbemanntes Luftfahrzeug auf ihr Untersuchungsteam einen Sprengsatz abgeworfen. Die Attacke hat sich unweit der Grenze ereignet, als die Mitarbeiter des Ermittlungskomitees ihren Dienst ausübten. Durch die Explosion des Sprengsatzes haben vier Mitarbeiter, darunter zwei Ermittler, Verletzungen erlitten. Die Betroffenen werden jetzt ärztlich versorgt.    

    "Ermittler der Behörde werden die ukrainischen Nationalisten und Armeeangehörigen identifizieren, die in dieses Verbrechen gegen die Mitarbeiter des Ermittlungskomitees Russlands verwickelt sind."

    Gouverneur Alexander Bogomas bestätigt auf Telegram die Drohnenattacke. Sie hat sich im Kreis Starodub ereignet.

  • 14:14 Uhr

    Zwei Siedlungen im russischen Gebiet Belgorod nach Drohnenattacke aus Ukraine ohne Strom

    Das ukrainische Militär hat am Samstag im russischen Grenzgebiet Belgorod erneut zugeschlagen. Wie Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram schreibt, hat eine gegnerische Drohne am Rande der Siedlung Schtschetinowka einen Sprengsatz abgeworfen. Durch die Explosion ist zwar niemand verletzt worden, es gibt aber Schäden an einer Stromleitung. Infolge des Angriffs ist in Schtschetinowka und in der benachbarten Siedlung Tschaiki der Strom ausgefallen.

    Außerdem berichtet der Politiker über einen ukrainischen Angriff auf die Siedlung Nowaja Tawolschanka. Es gibt weder Todesopfer noch Verletzte. Sechs Wohnhäuser und zwei Autos sind zu Schaden gekommen. Unter Beschuss ist auch der Ort Bogun-Gorodok geraten, wo eine Gasleitung beschädigt wurde.

  • 13:49 Uhr

    Russische Luftabwehr fängt binnen 24 Stunden fünf Storm-Shadow-Marschflugkörper ab

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet am Samstag auf Telegram über erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf 112 Orte mit Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte. In den vergangenen 24 Stunden hat die russische Luftabwehr fünf Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow und sieben HIMARS-Raketen abgefangen. Darüber hinaus wurden über den Gebieten Charkow, Cherson, Saporoschje sowie den Volksrepubliken Donezk und Lugansk 107 gegnerische Drohnen zerstört.   

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau hat die Ukraine seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 575 Flugzeuge, 267 Hubschrauber, 13.969 Drohnen, 476 Flugabwehrraketenkomplexe, 15.323 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.227 Mehrfachraketenwerfer sowie 8.259 Geschütze und Mörser verloren.

  • 13:06 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstag auf Telegram über die Entwicklungen bei der militärischen Sonderoperation in den vergangenen 24 Stunden. Demnach hat der Truppenverband West seine Positionen an der vordersten Linie des Frontabschnitts Kupjansk verbessert und ukrainische Stellungen in der Nähe der Ortschaften Sinkowka und Terny getroffen. Die gegnerischen Personalverluste beziffert die Militärbehörde in Moskau auf bis zu 55 Armeeangehörige. Die ukrainische Armee hat einen Kampfpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zwei Wagen, eine Selbstfahrlafette vom Typ Akazija, zwei Selbstfahrlafetten vom Typ Gwosdika, eine Haubitze vom Typ Msta-B, ein Geschütz vom Typ D-20 und ein Artillerieaufklärungsradar vom Typ AN/TPQ-50 verloren.

    Am Frontabschnitt Donezk hat der Truppenverband Süd ebenfalls günstigere Positionen bezogen und gegnerische Einheiten in der Nähe der Orte Krasnogorowka, Georgijewka, Kleschtschejewka, Andrejewka und Kurdjumowka getroffen. Das ukrainische Militär hat mehr als 390 Soldaten verloren. Zwei Kampfpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, neun Wagen, eine Panzerhaubitze vom Typ AS-90, eine Panzerhaubitze vom Typ Krab, drei Selbstfahrlafetten vom Typ Gwosdika, drei Haubitzen vom Typ D-20, ein Geschütz vom Typ M119, ein Flugabwehrraketensystem vom Typ Strela-10, ein Artillerieaufklärungsradar vom Typ AN/TPQ-50 und eine Anlage zur radioelektronischen Kampfführung sind zerstört worden. Darüber hinaus hat das russische Militär ein ukrainisches Munitionslager getroffen.        

    Auch der Truppenverband Mitte hat günstigere Positionen am Frontabschnitt Awdejewka bezogen und Personal sowie Technik des Gegners in der Nähe des Ortes Tonenkoje getroffen. Nahe den Ortschaften Petrowskoje, Leninskoje und Orlowka sind acht ukrainische Gegenoffensiven abgewehrt worden. Der Gegner hat bis zu 160 Armeeangehörige verloren. Fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, darunter vom Typ Bradley, und eine Haubitze vom Typ Msta-B sind außer Gefecht gesetzt worden.

    An der Kontaktlinie südlich von Donezk hat der Truppenverband Ost ukrainische Stellungen nahe den Ortschaften Nowodonezkoje, Ugledar und Staromaiskoje getroffen. Die Personalverluste der ukrainischen Streitkräfte beziffert das russische Verteidigungsministerium auf bis zu 270 Soldaten. Zerstört wurden zwei Kampfpanzer, zwei Schützenpanzer, drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Wagen, eine Panzerhaubitze vom Typ M109 Paladin und ein Geschütz vom Typ Msta-B.

    Der Truppenverband Dnjepr hat am Frontabschnitt Cherson Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Iwanowka, Rabotino und Malaja Tokmatschka getroffen. Der Gegner hat bis zu 60 Armeeangehörige verloren. Zerstört wurden drei Wagen und ein Munitionslager.

  • 12:37 Uhr

    Strack-Zimmermann zu Taurus-Abhörskandal: Weder überraschend noch verwunderlich

    FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat sich über den jüngsten Abhörskandal in der Bundeswehr alles andere als überrascht gezeigt. Gegenüber dem Nachrichtensender N-tv behauptete sie, dass Spionage zum Instrumentenkasten der hybriden Kriegsführung Russlands gehöre.

    "Es ist weder überraschend noch verwunderlich, dass Gespräche abgehört werden. Es war nur eine Frage der Zeit, wann es öffentlich wird."

    Die Veröffentlichung des Mitschnitts in den russischen Medien erklärte sie damit, dass Moskau Bundeskanzler Olaf Scholz davon abschrecken wolle, nach seinem wiederholten Nein doch noch grünes Licht für die Taurus-Lieferung an die Ukraine zu geben. Deutschlands Naivität müsse aufhören.

    "Cyberangriffe, Spionage und Desinformation sind bereits heute massiv angestiegen. Wir müssen dringend unsere Sicherheit und Spionageabwehr erhöhen, denn wir sind auf diesem Gebiet offensichtlich vulnerabel."

    Zuvor hatten russische Medien über ein abgehörtes Gespräch von Offizieren der Bundeswehr berichtet. RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan veröffentlichte einen Audiomitschnitt des rund 30-minütigen Gesprächs. Darin sollen die Offiziere über theoretische Möglichkeiten eines Einsatzes deutscher Taurus-Raketen diskutiert haben. Das russische Außenministerium forderte eine Erklärung der Bundesregierung.

  • 12:08 Uhr

    Russischer Saporoschje-Vertreter nennt ukrainische Personalverluste in Rabotino enorm

    Wladimir Rogow, Leiter der Bürgerbewegung "Wir sind zusammen mit Russland", hat gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti die Situation in der schwer umkämpften Siedlung Rabotino am Frontabschnitt Saporoschje kommentiert. Die ukrainische Armee scheitere bei ihren Versuchen, russische Stellungen anzugreifen.

    "Die ukrainischen Streitkräfte erleiden in Rabotino und in seinen Vororten enorme Verluste bei Personal und Militärgerät. Ihr Kommando hat mit manischer Besessenheit befohlen, die Positionen in Rabotino um jeden Preis zu halten."

    Am 29. Februar hatte das russische Verteidigungsministerium bekannt gegeben, dass sich russische Truppen in einigen Gebäuden in Rabotino festgesetzt hätten. Rogow erklärte am selben Tag, dass die Rede vom südlichen Teil der Siedlung sei. Der Gegner kontrolliere weiterhin den nördlichen Teil der Ortschaft.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.