Europa

Wowks Komplize identifiziert – FSB veröffentlicht weitere Beweisvideos im Mordfall Dugina

Der FSB gab den Namen des Komplizen der mutmaßlichen Täterin im Mordfall der russischen Journalistin Darja Dugina bekannt. Er habe ihr falsche Kennzeichen beschafft und beim Bau des Sprengsatzes geholfen. Als Beweis wurden mehrere Überwachungsvideos veröffentlicht.
Wowks Komplize identifiziert – FSB veröffentlicht weitere Beweisvideos im Mordfall DuginaQuelle: RT

Der russische Föderale Sicherheitsdienst (FSB) hat ein Mitglied einer ukrainischen Sabotage- und Terrorgruppe identifiziert, das zusammen mit Natalja Wowk den Mord an der Journalistin Darja Dugina vorbereitet haben soll. Auch diese Person hatte wie Wowk die Russische Föderation verlassen, allerdings am Tag vor dem Verbrechen. Das Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit des FSB gab dies am Montag TASS bekannt:

"Es wurde festgestellt, dass der Mord an Dugina zusammen mit Wowk in Moskau von einem anderen Mitglied einer ukrainischen Sabotage- und Terrorgruppe vorbereitet wurde – dem im Jahr 1978 geborenen ukrainischen Staatsbürger Bogdan Petrowitsch Zyganenko, der am 30. Juli 2022 über Estland nach Russland einreiste und russisches Territorium am Tag vor dem Bombenanschlag auf Dugina wieder verließ."

In jenem Moment hatte sich Wowk bereits eine Woche in Russland befunden und die Überwachung Duginas bereits begonnen. Nach FSB-Angaben beschaffte Zyganenko Wowk gefälschte Autokennzeichen sowie Dokumente auf den Namen einer anderen real existierenden Person, einer gewissen kasachischen Staatsbürgerin namens Julia Saiko. Außerdem baute er zusammen mit Wowk in einer gemieteten Garage im Südwesten Moskaus den improvisierten Sprengsatz zusammen, mit dem Dugina ermordet wurde.

Zudem teilte der FSB mit, dass er weiterhin nach Personen sucht, die in den von den ukrainischen Geheimdiensten organisierten Mord an Dugina verwickelt sind. Die Überwachung Duginas durch Wowk sei bereits hinreichend belegt:

"Eine Untersuchung der Überwachungskameras belegt, dass die Täterin, die ukrainische Staatsbürgerin Natalja Wowk, Dugina auf dem Parkplatz für die Gäste des Kulturfestivals Tradizija persönlich überwachte."

Als Beweis veröffentlichte der FSB einen Zusammenschnitt mehrerer Überwachungsvideos, die Zyganenko und Wowk in unterschiedlichen Situationen im Zusammenhang mit ihrer Tat zeigen.

Im ersten Video wird Zyganenko beim Grenzübertritt am 30. Juli Russland gezeigt. Dieser war nachts um 3 Uhr erfolgt. Gedreht wurde das Video von einer am Kopf eines Grenzbeamten montierten Kamera. Möglicherweise hatte Zyganenko für die Einreise nach Russland kein Auto genutzt, sondern war mit dem Bus von Tallinn nach Sankt Petersburg gekommen. Es gibt mehrere Busfahrten auf dieser Route mit nächtlichem Grenzübertritt. Laut den vorgelegten Videos hatte Zyganenko in Moskau ein Taxi oder das Auto von Wowk genutzt.

So zeigen mehrere Screenshots Zyganenko in ihrem Mini Cooper, sowohl auf dem Beifahrersitz als auch als Fahrer. Sein Gesicht ist dabei allerdings schwer zu erkennen. Am 2. August fuhr Wowk noch mit den DVR-Kennzeichen Е982ХН DPR. Diese nutzte sie für ihre Einreise nach Russland. Dann wurden diese Kennzeichen in einer von ihr gemieteten Garage ausgewechselt.

Das belegten Überwachungskameras bei der Einfahrt zum Garagengelände eindrücklich – bei der Einfahrt hatte das Auto Kennzeichen der Volksrepublik Donezk, bei der Ausfahrt schon die kasachischen Kennzeichen 172AJD02. In dieser Garage sollen laut FSB die beiden Verdächtigten den Sprengsatz zusammengebaut haben.

Ein weiteres Video zeigte Zyganenko auf einer Paketstation beim Empfang eines falschen Kennzeichens. Allerdings ist es unklar, um welches es dabei geht. Das Überwachungsvideo ist auf den 17. August datiert. Am gleichen Tag hat er abends auf einer Tankstelle Taxi bestellt, wie ein weiteres Video zeigt. Zyganenko reiste aus Russland in der Nacht zum 19. August über Estland aus. Am nächsten Abend wurde dje Journalistin und Tochter des konservativen Philosophen Alexander Dugin im Auto ihres Vaters durch eine Autobombe getötet.

Der FSB weist in seiner Erklärung darauf hin, dass Wowk Dugina auf dem Parkplatz für die Gäste des Festivals Tradition persönlich überwacht habe. Als Beweis wurde nun die Aufnahme von Wowk auf dem Parkplatz des Puschkin-Museums in Sacharowo im Gebiet Moskau präsentiert. An diesem Ort fand das diesjährige Festival mit vielen Tausend Teilnehmern auf dem Gehöft der Familie Puschkin statt. Dugina nahm an der familiär geprägten Veranstaltung als Gast teil, ihr Vater referierte zum Thema "Geschichte und Tradition". Kurz vor Ende des abendlichen Musikprogramms verließen die beiden das Festival, fuhren jedoch in unterschiedlichen Autos in Sichtweite zueinander.

Das letzte Überwachungsvideo, das der FSB am Montag veröffentlichte, zeigte zunächst den Mini Cooper von Wowk und dann sie selbst, wie sie über den Parkplatz geht. Ihr Kopf ist dabei nach rechts gedreht, offenbar sucht sie das hier kurz zuvor geparkte Auto von Dugina, um später daran den Sprengsatz anzubringen. "Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass Dugina das Festival verlassen hatte, folgte Wowk ihr in ihrem Mini Cooper und zündete einen improvisierten Sprengsatz", so die russische Behörde.

Nach den zuvor präsentierten Angaben reisten die mutmaßliche Mörderin und ihre Tochter unmittelbar nach dem Autobombenanschlag über die Region Pskow nach Estland aus.

Mehr zum Thema - Rechtsnationalistisch? Alexander Dugin und die liberale Gesprächsverweigerung

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.