"Hallo, hier ist Nawalny": Russischer Oppositionspolitiker postet Foto auf Instagram
Der russische Oppositionspolitiker Alexei Nawalny hat sich wieder persönlich auf Instagram gemeldet. Am Dienstag veröffentlichte er ein Familienfoto aus der Berliner Universitätsklinik Charité. Die Aufnahme machte offenbar seine Tochter Darja. Auch die Frau des Bloggers Julia und ein Sohn Sachar waren dabei.
Nawalny begleitete seinen jüngsten Instagram-Beitrag mit dem folgenden Text:
Hallo, hier ist Nawalny. Ich vermisse euch alle. Bislang kann ich so gut wie nichts. Gestern habe ich es aber geschafft, den ganzen Tag lang selbstständig zu atmen.Ganz allein. Ohne fremde Hilfe. Ich habe nicht einmal das einfachste Ventil in meinem Hals benutzt. Das hat mir sehr gefallen. Das ist ein erstaunlicher Prozess, den viele unterschätzen. Empfehlenswert.
Zuvor hatte das Krankenhaus berichtet, dass sich der Gesundheitszustand von Nawalny weiter verbessert hatte. Der Patient konnte demnach vollständig von der maschinellen Beatmung entwöhnt werden.
🇩🇪 Der Gesundheitszustand von Alexei #Nawalny hat sich weiter verbessert. Der Patient konnte vollständig von der maschinellen Beatmung entwöhnt werden. Er wird zunehmend mobilisiert und kann das Krankenbett bereits zeitweise verlassen. Pressemitteilung: https://t.co/FR401uLroi
— Charité - Universitätsmedizin Berlin (@ChariteBerlin) September 14, 2020
Der 44-jährige oppositionelle Politiker und Blogger war am 20. August bei einem Inlandsflug in Russland ins Koma gefallen. Zunächst wurde er in einem Krankenhaus in Omsk behandelt. Die Ärzte stellten bei ihm eine Stoffwechselstörung fest und konnten keine Giftsubstanzen in seinem Körper nachweisen. Anschließend wurde Nawalny auf Drängen seiner Familie und Anhänger in die Berliner Universitätsklinik Charité verlegt. Ein Speziallabor der Bundeswehr stellte anschließend bei einer toxikologischen Untersuchung von Nawalnys Proben einen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe fest. Nach Angaben der Bundesregierung wurde dieses Ergebnis von zwei weiteren Speziallaboren in Frankreich und Schweden bestätigt.
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